Urlaub? Ja bitte! (Aber der Tierschutz macht keine Betriebsferien)

Ah, Urlaubszeit! Die Koffer sind gepackt, die Flip-Flops liegen bereit, und man träumt schon von Meeresrauschen, Cocktails mit Schirmchen und – Vermittlungsanfragen für Kater Felix, die sich hartnäckig auch auf die Sonnenliege verirren. Willkommen im Leben eines Tierschützers.

Denn seien wir ehrlich: Katzen kennen keinen Kalender. Ihnen ist es herzlich egal, ob gerade Ferienzeit ist, das Thermometer 30 Grad zeigt und man eigentlich unter einer Palme liegen sollte. Ein verletzter Streuner, eine trächtige Katzenmama unter dem Carport oder eine dringende Kastrationstermin-Anfrage machen keine Pause – und ehrlich gesagt, wir auch nicht so richtig.

Der ganz normale Wahnsinn im Reisegepäck

Man kennt das: Man liegt entspannt am Pool, das Handy liegt „nur kurz“ daneben – und dann piept es. Eine Nachricht von der Pflegestelle, ein Anruf wegen einer Notaufnahme, eine dringende Frage zur nächsten Tierarzt-Rechnung. Und schon ist aus der Siesta eine spontane Videokonferenz mit dem Vorstand geworden, während man versucht, möglichst unauffällig auf dem Handy zu tippen, ohne dass der Nachbar am Liegestuhl denkt, man arbeite für die Geheimdienste.

Die Wahrheit ist: Vereinsarbeit, Bürokram, Spendenbescheinigungen, Facebook-Anfragen für die nächste Vermittlung – das alles wartet nicht bis zum Ende des Urlaubs. Und so wird der Strandkorb ganz nebenbei zum mobilen Büro. Sonnencreme in der einen Hand, Laptop in der anderen. Multitasking auf Katzenhilfe-Niveau eben.

Entspannung von der Entspannung

Und dann gibt es da noch diesen besonderen Moment im Urlaub: den Moment, in dem man merkt, dass man sich von der Entspannung erstmal wieder erholen muss. Man hat schließlich noch die Steuerunterlagen für den Verein im Kopf, die dringend sortiert werden müssen, bevor man wirklich abschalten kann. Also: erst noch schnell die Buchhaltung, dann kann die eigentliche Erholung beginnen. Logisch, oder?

Warum wir es trotzdem lieben

Bei aller Ironie: Genau das macht Ehrenamt im Tierschutz auch aus. Man macht es nicht, weil es bequem ist oder sich gut in den Terminkalender fügt. Man macht es, weil da draußen Katzen sind, die genau jetzt Hilfe brauchen – ob Montagmorgen im Büro oder Dienstagnachmittag am Pool. Und jedes Mal, wenn eine Vermittlung klappt, eine Katze gesund wird oder eine Familie ihr neues Familienmitglied abholt, ist jede verkürzte Siesta das wert.

Also: einen schönen Urlaub euch allen – und falls ihr uns mal nicht sofort erreicht, sind wir wahrscheinlich gerade dabei, dem Handy-Empfang am Strand die Schuld zu geben. 🐾☀️

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