Aufnahmekapazitäten erschöpft – Katzenhilfe Mainz e.V. am Limit

Wir sind voll ausgelastet.

Mit großem Bedauern müssen wir mitteilen, dass die Katzenhilfe Mainz e.V. derzeit an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gestoßen ist. Unsere Pflegestellen sind vollständig belegt, unsere personellen Ressourcen erschöpft und die Zahl der Hilferufe nimmt täglich weiter zu. Aktuell können wir leider nicht allen Katzen helfen, die unsere Unterstützung dringend benötigen.

Gerade jetzt, mitten in der Hochsaison der Katzengeburten, erleben wir erneut die dramatischen Folgen einer nach wie vor unzureichenden gesetzlichen Regelung zum Schutz freilebender Katzen. Fast täglich erreichen uns Meldungen über trächtige Katzen, frisch geborene Kitten oder ganze Katzenkolonien, die dringend versorgt und kastriert werden müssten.

Was oft mit wenigen unkastrierten Tieren beginnt, entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem kaum kontrollierbaren Problem. Aus drei oder vier Katzen werden plötzlich zwölf oder dreizehn. Wenige Monate später sind es noch mehr. Die Nachkommen werden wiederum geschlechtsreif und bekommen ihrerseits Nachwuchs. Dieser Kreislauf setzt sich immer weiter fort – Jahr für Jahr, Generation für Generation. Die Leidtragenden sind die Tiere selbst: Hunger, Krankheiten, Parasitenbefall, Verletzungen und ein Leben ohne ausreichende Versorgung gehören für viele Straßenkatzen zum Alltag.

Besonders frustrierend ist für uns, dass diese Entwicklung vermeidbar wäre. Seit Jahren setzen wir uns für die Einführung einer flächendeckenden Katzenschutzverordnung in unserem gesamten Einsatzgebiet ein. Einige Kommunen haben diesen wichtigen Schritt bereits mit Unterstützung umgesetzt. Dafür sind wir dankbar. Doch einzelne Gemeinden reichen nicht aus. Katzen halten sich nicht an Gemeindegrenzen. Solange es weiterhin Gebiete ohne Katzenschutzverordnung gibt, verlagert sich das Problem lediglich – gelöst wird es nicht.

Die derzeitige Situation bringt uns emotional und organisatorisch an unsere Grenzen. Für uns als Tierschützerinnen und Tierschützer ist es kaum auszuhalten, Hilferufe ablehnen zu müssen. Wir sehen das Leid der Tiere, wir kennen die Schicksale hinter jeder Meldung – und dennoch fehlen uns oftmals die Plätze, die finanziellen Mittel und die personellen Kapazitäten, um sofort helfen zu können.

Niemand engagiert sich im Tierschutz mit dem Ziel, Tiere abweisen zu müssen. Umso schmerzhafter ist es, wenn wir sagen müssen: Wir können aktuell nicht mehr aufnehmen. Diese Entscheidung treffen wir nicht leichtfertig, sondern weil unsere vorhandenen Ressourcen vollständig ausgeschöpft sind und wir nur so gewährleisten können, dass die Tiere in unserer Obhut weiterhin angemessen versorgt werden.

Wir appellieren deshalb erneut an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, endlich eine flächendeckende Katzenschutzverordnung auf den Weg zu bringen. Nachhaltiger Tierschutz beginnt bei der Prävention. Kastrationen verhindern Tierleid – und sie verhindern, dass Vereine wie wir jedes Jahr aufs Neue vor derselben nicht mehr beherrschbaren Situation stehen.

Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern, Pflegestellen, Ehrenamtlichen und Spenderinnen und Spendern, die uns trotz der schwierigen Lage zur Seite stehen. Ohne Sie wäre unsere Arbeit schon lange nicht mehr möglich.

Für die vielen Katzen, die noch auf Hilfe warten, dürfen wir nicht aufgeben. Aber wir brauchen dringend politische Lösungen, bevor aus einem Notstand eine dauerhafte Katastrophe wird.

Sie haben Interesse an der Übernahme einer Pflegestelle in unserem Umkreis, dann melden Sie sich bitte über folgenden Link:
Werden Sie zum Helden auf Samtpfoten: Werden Sie Pflegestelle bei der Katzenhilfe Mainz e.V.! – Katzenhilfe Mainz e.V.

Sie möchten gerne für den Tierschutz spenden, dann schauen Sie gerne hier vorbei:
Ich möchte helfen – Katzenhilfe Mainz e.V.

Ganz neu sind wir jetzt auch über Betterplace.org aktiv – auch hier unterstützen Sie uns mit ihrer Spende:
Kastrationen retten Leben – Hilfe für Streunerkatzen in Not – Katzenhilfe Mainz e.V. – betterplace.org

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