Wenn wir Katzen vermitteln, rechnen wir mit vielem: Schmusern, Kletterern, braven Sofatischern, gelegentlichen kleinen Anarchisten.
Aber Luna und Nox haben uns gezeigt, dass es selbst in der Tierwelt Überraschungen gibt, die selbst wir nicht kommen sehen.
Alles begann damit, dass ihre neue Familie uns schrieb:
„Also… wir glauben, ihr habt uns über den Tisch gezogen.“
Natürlich schrillten bei uns für eine Sekunde die Alarmglocken – bis die Nachricht weiterging:
„Wir denken inzwischen, Luna und Nox sind gar keine Katzen… sondern Hunde im Katzenkostüm.“
Und damit nahm eine der lustigsten Rückmeldungen überhaupt ihren Lauf.
Denn offenbar haben Luna und Nox beschlossen, dass man dem klassischen Katzenklischee nicht entsprechen muss. Während viele Samtpfoten ihren Menschen eher das Gefühl geben, im eigenen Haus geduldet zu sein, entschieden sich diese beiden für das genaue Gegenteil: ständige persönliche Begleitung.
Die Adoptanten beschrieben es so:
Sobald jemand aufsteht, stehen auch Luna und Nox auf.
Sobald jemand den Raum wechselt, wechseln auch Luna und Nox den Raum.
Egal ob Küche, Bad oder Schlafzimmer – die beiden sind da. Immer. Ohne Ausnahme.
Wie zwei kleine Leibwächter mit Flauschfaktor.
Doch der wahre Höhepunkt ihrer Undercover‑Karriere kam mit dem verschwundenen Schuh.
Eines Morgens fehlte einer. Einfach… weg. Kein Hinweis, keine Spur.
Der Adoptant suchte fünf Minuten, zehn, fünfzehn – bis schließlich eine halbe Stunde verging.
Er fand ihn schließlich am ganz anderen Ende der Wohnung, ordentlich gebunkert unter dem Bett.
Und dort lagen sie: Luna und Nox.
Kein schlechtes Gewissen, kein Erklärungsversuch.
Nur zwei Katzen, die ganz eindeutig wussten, was sie taten – und es für eine großartige Idee hielten.
Wir mussten laut lachen.
Denn während manche Katzen mit Bällchen oder Mäusen spielen, scheinen diese beiden den „Transport und Umlagerung von Haushaltsgegenständen“ als ihr persönliches Hobby entdeckt zu haben.
Oder, wie jemand schrieb:
„Wenn das so weitergeht, bringen sie irgendwann sogar Stöckchen zurück.“
Und so haben Luna und Nox uns ein kleines, wunderbares Geheimnis verraten:
Manchmal vermittelt man eben nicht nur zwei Katzen.
Manchmal vermittelt man zwei kreative, verspielte, überaus loyale Multitalente – die zufällig im Körper von Katzen stecken, aber das Herz eines Hundes besitzen.
Und ganz ehrlich?
Egal ob Katze, Hund oder irgendwas dazwischen:
Luna und Nox haben genau die richtige Familie gefunden.
Und ihre Familie ganz offensichtlich die richtigen… äh… „Katzenhunde“.




